Bericht Jahreshauptversammlung

21. Februar 2019
Jahreshauptversammlung

Feuerwehrleute leisteten insgesamt fast 5000 ehrenamtliche Stunden für die Surberger Bürger

 

Das Einsatzjahr der Freiwilligen Feuerwehr Surberg schloss mit 65 Einsätzen bei der Brandbekämpfung, den technischen Hilfeleistungen und Sicherheitswachen. Dabei leisteten die „Floriansjünger“ 888 Einsatzstunden. Dass die Einsatzzahl gegenüber den vergangenen Jahren rückläufig war, machte Kommandant Stefan Burghartswieser bei der Jahreshauptversammlung im Wirtshaus Lauter an der Tatsache fest, dass das Gemeindegebiet von größeren Unwettern verschont geblieben war. Zählt man die Stunden für Einsätze, Übungen, Lehrgänge und Schulungen sowie die Jugendarbeit zusammen, so leistete die Surberger Feuerwehr fast 5000 ehrenamtliche Stunden, was statistisch betrachtet einem Aufwand von 64 Stunden pro Feuerwehrmann entspricht.

Der Personalstand konnten 2018 mit 77 Aktiven in etwa gehalten werden. Geschuldet ist dies vor allem der Tatsache, dass sechs Jungfeuerwehrleute aus der sehr aktiven Jugendgruppe übernommen werden konnten. Ebenso wirkt sich die Jugendarbeit beim Altersdurchschnitt von 31 Jahren aus.

An 68 Tagen wurde Übungsdienst geleistet. Laut Aussage von Burghartswieser waren die Brandbekämpfung und einige Spezialausbildungen wie zum Beispiel Führungskräfteschulung oder Fahrsicherheitstraining die Schwerpunkte. Zusammen mit 14 anderen Feuerwehren wurde eine Einsatzübung im Ettendorfer Tunnel abgehalten. Zwei Gruppen nahmen erfolgreich an der Prüfung für das Feuerwehrleistungsabzeichen im Brandschutz teil. Die Zahl der Übungsstunden betrug rund 1600.

Für 7000 Euro wurden 24 Atemschutzmasken ausgetauscht. Eine Korbtrage mit Rollen kostete 2400 Euro. Die Kosten für eine USV-Anlage für die Einsatzzentrale betrugen 2500 Euro. Von der Volksbank-Raiffeisenbank bekam die Feuerwehr einen Defibrillator für ein Löschfahrzeug.

Die Surberger Feuerwehr leistete auch selbst Hilfe für andere. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Traunstein sammelte sie über 10000 Euro für ein Tanklöschfahrzeug, das als Spende nach Ungarn gebracht wurde.

Der Kommandant nahm die Versammlung zum Anlass, um einige Beförderungen auszusprechen. Zum Feuerwehrmann wurden Julian Haimerl und Christoph Schallinger, zum Hauptfeuerwehrmann Markus Handrick und zum Löschmeister Benedikt Hollinger befördert.

Über die Aktivitäten des Feuerwehrvereins im vergangenen Jahr berichtete Schriftführer Christian Hofmann. Der Verein beteiligte sich am Jahrtag der Vereine, am Maifest in Lauter, an der Fronleichnamsprozession, am Erntedankfest, am Volkstrauertag und an der Verabschiedung von Pater Joy. Mit dabei war der Verein bei den Feuerwehrfesten in Kammer, Waging, Vogling und Palling.

Laut Kassier Benedikt Hollinger war die Gewinnausschüttung vom Maifest in Lauter von 5000 Euro der größte „Batzen“ bei den Einnahmen. Hinzu kamen 1800 Euro aus den Mitgliedsbeiträgen und etwas mehr als 1400 Euro aus Zuschüssen. Mit 2400 Euro wurden die Aktiven unterstützt. Da der Verein bei drei Feuerwehrfesten mit der Musikkapelle Surberg-Lauter ausrückte, betrugen die Kosten für die Teilnahme an den Festen über 5000 Euro. Am Jahresende stand ein Defizit von 438 Euro zu Buche. Weil auch die Verwaltungsausgaben durch die Erhöhung der Portokosten und Kon-toführungsgebühren steigen, akzeptierten die Mitglieder die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags auf elf Euro, der seit zehn Jahren bei sieben Euro gelegen hatte.

Der Vereinsvorsitzende Hans Mader erklärte, die Feuerwehr beteilige sich an den kirchlichen und weltlichen Festen in der Gemeinde. Beim Gemeindeschießen habe sie einen guten vierten Platz belegt. Den Mitgliederstand des Vereins gab er mit 297 an. In diesem Jahr nimmt der Verein wieder am Jahrtag der Vereine, am Maifest sowie an den Feuerwehr-festen in Freilassing, Tittmoning und Grabenstätt teil.

Zusammen mit seinem Stellvertreter Christopher Haimerl ehrte Mader langjährige Mitglieder mit einer Urkunde. Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde Michael Huber zudem zum Ehrenmitglied ernannt. Seit 50 Jahren gehört Dritter Bürgermeister Georg Rehrl dem Verein an. Robert Stuhlberger hält ihm seit 25 Jahren die Treue.

Bürgermeister Josef Wimmer betonte die Unterstützung des Gemeinderats bei der Beschaffung von Fahrzeugen und Gerätschaften für die Feuerwehr. Beeindruckend nannte er die Zahlen über die Einsätze und Übungen. Die Einsätze seien nicht immer gefahrlos, weshalb sie viel Übersicht und Respekt erforderten. Mit Blick auf die geleisteten Stunden sprach Wimmer von einer gewaltigen Leistung für die Surberger Bevölkerung. Während des Schneechaos habe sie Bäume von Straßen entfernt und Dächer vom Schnee freigeräumt.

Es sei richtig gewesen, dass das Landratsamt den Katastrophenfall ausgerufen habe. Dies habe den Vorteil gehabt, dass Feuerwehren aus dem Landkreis Freising gekommen seien. Die Surberger Wehr habe die Einsätze, die Gott sei Dank ohne größere Unfälle geblieben seien, organisieren müssen.

Die Gemeinde schätze ihre Feuerwehr und schaffe deshalb ein neues Einsatz-fahrzeug an, das ihr nach Abzug der Förderung 330 000 Euro koste. Es sei ein wichtiges Gerät, das sie bei ihren Einsätzen gut brauchen könne, um schnelle Hilfe leisten zu können. Dem Feuerwehrverein dankte der Bürger-meister für die Unterstützung der Aktiven bei den Anschaffungen. Für 30 Jahre aktiven Feuerwehrdienst übergab Wimmer zusammen mit dem Kommandanten Burghartswieser Hauptfeuerwehrmann Gerhard Rosenegger den Ehrenkrug der Gemeinde Surberg.

Von einer Leistungsbilanz, die keine Selbstverständlichkeit sei, weil alles ehrenamtlich und unentgeltlich erbracht werde, sprach Kreisbrandrat Christof Grundner, der die Wertschätzung des Landkreises ausdrückte. Der Kreisfeuerwehrverband sei wichtig, damit es miteinander vorangehe und man sich gegenseitig nach vorn bringe. Weil die Verletztenzahlen bei den Verkehrsunfällen stiegen, seien zwei Ärztestellen genehmigt worden.

Außerdem seien Hilfeleistungskontingente gemeldet worden, um in ganz Oberbayern auszuhelfen. Beim Schneechaos habe der Landkreis Traunstein ebenfalls die Solidarität der anderen Feuerwehren miterlebt, erklärte Grundner. In dieser Zeit habe es 2000 Einsatzstellen mit rund 100000 Einsatzstunden gegeben. Normalerweise gebe es im Landkreis 4500 Einsätze mit rund 75000 Stunden im gesamten Jahr. Katastrophenschwerpunkte seien bisher Hochwasser, Schnee, Dürre und Hitze gewesen. Neu hinzugekommen seien jetzt Schäden an der Infrastruktur wie Stromausfall oder Nichterreichbarkeit von Orte wegen durch Schnee verschütteter Straßen. Darauf müsse man reagieren, so der Kreisbrandrat.

Bericht und Fotos: Günter Buthke